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Wieso nutzen Eltern die Familienberatung ?

+++ Für ein Gespräch sind die Ohren wichtiger als die Zunge +++

Verändertes Familienbild . . .

 

Heute liegt Stress häufig darin begründet, wie sich das Familienleben über die Jahre verändert hat. Das Bild der Familie, in dem der Vater das Geld verdient und die Mutter zu Hause die Kinder versorgt, entspricht meist nicht mehr der Realität.

 

In einer wachsenden Anzahl von Familien handelt es sich um alleinerziehende Väter oder Mütter. Familien leben häufiger auseinander gerissen.
Diese Situation kann in manchen Fällen weniger Stress bedeuten, aber oft führt es zu einem Gefühl der fehlenden Verbundenheit und Entfremdung.

 

Für Frauen bedeutet dies, den Berufs- und Familienalltag zu organisieren. Stress durch erschwerte soziale Randbedingungen, Dauerbelastung, Überforderung, veränderte Lebensbedingungen, unzureichende Kommunikation, ungleiche Arbeitsverteilung, Zeitmangel, anhaltende Partnerschafts- oder innerfamiliäre Konflikte, Schulschwierigkeiten, Probleme am Arbeitsplatz, Krankheiten, finanzielle Notlagen, unerwartete Schicksalsschläge u.a. ist meist unvermeidbar.  

Der Stressfaktor Kind und Familie hat zur Folge, dass die Kommunikation untereinander bis zu 40% abnimmt.

 

Es findet kein Austausch in diesen Familien statt und gestresste Eltern reagieren zurückweisend. Der Partner wird zweitrangig und oft zum Müllplatz negativer Emotionen.

 

Durch den Aufbau von Erziehungskompetenzen und Krisen-bewältigungsstrategien, sowie durch die Stärkung persönlicher Ressourcen sollen Stressfolgen vermieden, das Erregungsniveau gesenkt und auch aggressives Verhalten sowie Gewalt verhindert werden.

 

Die steigende Anzahl angebotener Elternkurse und -schulen, Ratgebern in Büchern, Zeitschriften und im Internet sowie die Nutzung staatlicher Träger Familienberatung verdeutlichen den Beratungsbedarf. Jeder Familie und jedes Individuum ist einzigartig und so lassen sich wirkungsvolle Lösungen meist nur im Gespräch finden.